Tom Brady in München: Deutsch-amerikanische Freundschaft – Sport

Viel Hoffnung steckte in der abschließenden Frage an Tom Brady: Sehen Sie ihn in den nächsten vier Jahren in Deutschland wieder? “wenn du mir Wird er sich in Deutschland wiedersehen? Oh Mann, das ist eine wirklich schwierige Frage“, antwortete Brady kurz vor dem Verlassen der Münchner Arena. Brady, 45, hatte bereits am Ende der vergangenen NFL-Saison seinen Rücktritt angekündigt, bevor er aufhörte – angeblich wegen seiner Scheidung. Model Gisele Bündchen hatte etwas mit dieser Entscheidung zu tun, aber es wird unweigerlich eine Zeit kommen, in der die NFL auf Tom Brady verzichten muss, wenn es darum geht, neue Märkte zu erschließen.

Beim ersten Spiel der NFL in Deutschland lief nicht alles glatt, oder vielleicht doch zu glatt. Sowohl die Spieler der Tampa Bay Buccaneers als auch der Seattle Seahawks stellten fest, dass der Naturrasen der Allianz Arena für sie vor allem im diesigen deutschen Herbst ein ziemlich ungewohntes Terrain ist. Einmal rutschte Brady ab, als er bei einem spektakulären Spiel von der Rolle des Spielmachers in die Rolle des Passempfängers schlüpfte, was nach einem Sieg (21:16) auch gut ist, dieses Spiel in die Kategorie „unvergesslich“ einzuordnen.

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Brady führte das Stück auf, das alle sehen wollten. Am späten Sonntagabend postete er auf seinen Accounts ein Bild von sich, auf dem wir ihn auf dem Feld sehen, im Hintergrund der vielen Handylichter, die im Stadion zum Song „Roads of the Land“ aufleuchteten. „Was für eine Atmosphäre. Danke Deutschland“, schrieb er.

Im Stadion war er einmal auf der großen Leinwand zu sehen, wie er rief: “Let’s go, Germany!” Klingt wie ein alltäglicher Satz. Das sachkundige Publikum verstand jedoch die Bedeutung. Bradys halboffizieller Jubelruf für die Buccaneers ist auf amerikanisch nicht aussprechbar, es heißt: “Let’s f****** go”, sozusagen: let’s go, aber mit Nachdruck. Wenn wiederum die Amerikaner zu Hause im Fernsehen sehen, dass die Deutschen den Sinn verstanden haben, dann gehören die Deutschen irgendwie auch zur Fußballgemeinde. Die Deutschen sind dann stolz und die Amerikaner verdienen mehr. So funktioniert die NFL-Erweiterung.

2,71 Millionen Menschen schauen sich die Fernsehsendung im Kopf an

NFL-Commissioner Roger Goodell hatte vor Jahren angekündigt, den Umsatz auf 25 Milliarden Dollar pro Jahr steigern zu wollen. Realistischerweise funktioniert es nur, wenn die Liga zunächst sportlich und dann finanziell erweitert wird. Deshalb wollte man nichts dem Zufall überlassen und diejenigen nach München schicken, die sportlich und wirtschaftlich den größten Erfolg garantieren und in jedem Spiel Rekorde brechen.

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Eine Woche zuvor passierte Brady 100.000 Yards im Rushing. Als einziger Major League Spieler, der in vier verschiedenen Ländern spielt, war Brady mit den New England Patriots auch schon in Mexiko und London. Natürlich verließ Brady den Veranstaltungsort in allen vier Bundesstaaten als Sieger.

“Tom Brady is next”, kommt Tom Brady nun zur Pressekonferenz. Gemurmel unter den Journalisten, von denen viele nicht mehr verbergen können, dass sie Fans sind. Brady würdigte die Gastfreundschaft nach dem Erfolg über die Seahawks, das Gastspiel in München sei eines der größten Erlebnisse seiner Karriere. Die Pressekonferenz fand genau dort statt, wo normalerweise die Bayern-Fußballer operiert werden. Thomas Mueller, Jamal Musiale oder Serge Gnabry trieben während der Pressekonferenz von Brady den Raum, wohl erstmals ohne dass sie jemand um ein Statement bat, schließlich sprachen die Größten vom Podium.

Später gab es einen freundlichen Händedruck. Die Kansas City Chiefs dürften bald Halt machen, womöglich sogar in München, denn der Besitzer der Chiefs, Clark Hunt, kooperiert seit Jahren mit dem FC Bayern. Ziel ist eine globale Vernetzung, von der alle profitieren sollen. Bedeutet dies, dass die Bayern eines Tages Pflichtspiele in den USA bestreiten müssen, stellt sich derzeit niemand, aber ist es nicht denkbar: Rot-Weiße Chips-Heimspiele in München, für Rot-Weiße Bayern Heimspiele in Kansas City ?Für die NFL ist vieles denkbar.

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Das Spiel in München war ein voller Erfolg. Im Stadion freuten sich sowieso alle, wohl auch in Peru Siban: Der TV-Sender verzeichnete während des Spiels einen Marktanteil von mehr als 25 Prozent, 2,71 Millionen Menschen sahen die Spitze. NFL-Commissioner Roger Goodell machte vor dem Anpfiff klar, dass deutsche Fans bald in die größte Familie des Fußballs einheiraten könnten. Drei weitere Spiele, zwei in Frankfurt und eines in München, waren ohnehin geplant. Nun spricht sich herum, dass auch Mexiko-Stadt sein alljährliches Spiel gegen München verlieren könnte. Zu gut waren wohl die Nachfrage nach Tickets und die Stimmung in der Arena.

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