Telekom macht dank US-Tochter T-Mobile US 80 Prozent mehr Gewinn

Telekom-Logo in Bonn

„Unser Geschäft wächst weiter“, sagte Firmenchef Tim Höttges.

(Foto: IMAGO/Marc John)

Frankfurt Das rasante Wachstum der Tochtergesellschaft T-Mobile US stimmt die Deutsche Telekom optimistischer. „Unser Geschäft wächst weiter“, sagte Konzernchef Tim Höttges am Donnerstag. „Daher sind wir in der Lage, nicht nur die Prognose für das laufende Jahr zum dritten Mal anzuheben, sondern auch die Dividende zu erhöhen.“

Statt rund 37 Milliarden peilt der Bonner Telekomkonzern 2022 nun einen operativen Gewinn von mehr als 37 Milliarden Euro an. Der Nettogewinn soll über 1,50 Euro je Aktie statt über 1,25 Euro liegen. Daher soll die Dividende von 0,64 Dollar je Aktie auf 0,70 Dollar angehoben werden.

Im abgelaufenen dritten Quartal stieg der Konzernumsatz um 8,8 Prozent auf 29 Milliarden Euro. Die Dienstleistungsumsätze stiegen überdurchschnittlich um 12,5 Prozent auf 23,6 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis stieg um 8,5 Prozent auf 10,5 Milliarden Euro, der Jahresüberschuss um 80 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro.

Allerdings profitierte die Telekom unter anderem von der aktuellen Dollarstärke. Berechnet man diesen Effekt, würden Gesamtumsatz und Serviceumsatz nur um 0,5 bzw. 3,4 Prozent und das Betriebsergebnis nur um 0,7 Prozent steigen. Positiv beeinflusst wurde der Jahresüberschuss auch durch das Finanzergebnis.

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Treibende Kraft hinter dem Wachstum der Bonner Gruppe war einmal mehr das Amerikageschäft. Die T-Mobile US-Tochter konnte im dritten Quartal 854.000 Nutzer gewinnen, mehr als doppelt so viele wie die Muttergesellschaft. Auch der US-Mobilfunkanbieter hob Ende Oktober seine Jahresziele an.

Der Absatz in Europa ist rückläufig

Dabei stieg der Umsatz der Telekom in den USA um 15,9 Prozent, während in Europa ein Minus von 1,1 Prozent zu verzeichnen war. Noch stärker schwankte die Entwicklung der Dienstleistungserlöse von plus 24,6 Prozent und minus 4,4 Prozent. Auch das Betriebsergebnis im amerikanischen Geschäft stieg um 15,9 Prozent, während es in Europa um 5,3 Prozent zurückging.

Als Reaktion auf die Zahlen fiel die Telekom-Aktie vorbörslich um 1,6 Prozent. „Die Zahlen sind solide, aber eine dritte Erhöhung der Prognose ist keine Überraschung“, sagte der Makler. Einige Anleger würden sich mehr erhoffen und daher auszahlen.

Mehr: T-Mobile hebt Prognose an und gewinnt viele Neukunden – das wertvollste Mobilfunkunternehmen der Welt

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