Schmidts F1-Blog zu Ferrari-Teamchef Mattia Binotto

Glaubt man Gerüchten aus Italien, will FCA-Boss John Elkann seinen Rennleiter Matthias Binto durch Frederik Vassar ersetzen. Ungeachtet der Leute, das wäre das Dümmste, was er tun könnte. Das Erfolgsgeheimnis in diesem Sport ist Kontinuität. Genau das fehle Ferrari, sagt Michael Schmidt.

Die Rolle des Rennleiters bei Ferrari war schon immer ein Schleudersitz. Offenbar ist er wieder Favorit. Die «Gazzetta dello Sport» berichtet über einen geplanten Austausch zwischen Matia Binto und dem Chef des Sauber-Teams, Frédéric Wasser. Wenn es Italiens Sportbibel tut und Ferrari eher leise dementiert, dann könnte beim Heimsegen in Maranello etwas nicht stimmen: Wo Rauch ist, ist meistens Feuer.


Dass FCA-Boss John Elkann und Mathia Binto keine engen Freunde sind, ist ein offenes Geheimnis. Angeblich wollte Elkann im vergangenen Winter seinen Gouverneur durch Christian Horner und Andreas Seidel ersetzen, scheiterte aber daran, dass in Maranello niemand Spießrutenlaufen wollte.

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Und das zu Recht. Wenn Alken so unberechenbar reagiert, hat der nächste Rennleiter nur eine kurze Halbwertszeit. Und wenn er den Schritt macht, wird es zeigen, dass er sehr wenig über das Geschäft weiß.

Frédéric Wasser – Alfa Romeo – GP Brasilien 2021

Alpha-Romeo

Der Kommandant der Alpha-Gruppe, Frederic Wasser, werde Binto ersetzen, schreibt die „Gazetta“.

Positive Ferrari-Entwicklung

Egal wie die Saison endet: Ferrari hat einen guten Job gemacht. Man muss sich nur anschauen, wo die Mannschaft 2020 stand. Die Ingenieure haben ein völlig neues Reglement richtig gelesen und sich ein mutiges Konzept für die Räder ausgedacht. Der F1-75 ist in einer frühen Runde so schnell wie ein Red Bull.


Dass er diese Qualität im Rennen verlor, liegt daran, dass Ferrari auf den Topspeed-Vorteil des Red Bull reagieren musste und sich dadurch eine instabile Aerodynamik und einen höheren Reifenverschleiß eingefangen hat. Und Ferrari verlor im Laufe der Saison einen Gewichtsvorteil von zehn Kilogramm gegenüber dem Konkurrenten. Red Bull hielt von Beginn an die dreieinhalb Zehntel in der Tasche. Erst in der Rückrunde konnte er sie fernhalten.

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Natürlich sind während der 22 Rennen Fehler passiert. Aber wo passiert das nicht? Red Bull hatte schlechte Boxenstopps in Austin und Mexiko und vermasselte die Reifenwahl in Brasilien komplett. Mercedes hat in Austin und Mexiko die falschen Reifen gewählt. Wenn Ferrari solche Fehler macht, ist das Sache des Staates. Bei anderen Gruppen sind sie am nächsten Tag vergessen.

Horner, Wolff und Binotto – Monaco GP 2019

Wilhelm

Bei Mercedes und Red Bull herrschten lange Zeit die Teamchefs.

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Das Erfolgsgeheimnis ist Kontinuität

Die Richtung bei Ferrari stimmt. Umgekehrt wird es, wenn der Mann an der Spitze nach alter Tradition ausgewechselt wird. Ferrari hat in den 15 Jahren seit Jean Todt vier Teamchefs gespielt. Mercedes und Red Bull Inn.


Toto Wolff und Christian Horner haben auch in schlechten Zeiten den Rückhalt ihrer Chefs. Das Erfolgsgeheimnis ist Kontinuität auf Führungsebene. In wie vielen Gruppen werden jetzt Köpfe rollen angesichts der Standards, die jetzt der Ferrari-Führung zugeschrieben werden?


Alkan sollte das wissen. Idan Todet arbeitete nur, weil er 15 Jahre lang ersetzen und regieren durfte. auch in schlechten Zeiten. Und weil Stoudt seine Schlüsselfiguren Michael Schumacher, Ross Braun, Rory Byrne und Tad Czefski mitgebracht hat. Wer, bitte, ist Vassar von Sauber bei ihm?


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