RKI: Viele Klinikeinweisungen wegen Atemwegsinfektionen | Freie Presse

Hohe Preise wie bei einer schweren Grippe: Viele Menschen, die mit einigen Atemwegserkrankungen zu kämpfen haben, müssen ins Krankenhaus. Allerdings zeichnet sich mit Corona vorerst keine klare Trendwende ab.

Berlin.

Nach zwei Wintern mit weniger Erkältungen und Grippe infolge des Corona-Ausbruchs sind nun auch in Deutschland wieder viele Menschen betroffen. „Die Zahl der Krankenhauseinweisungen mit akuten Atemwegsinfektionen ist im Vergleich zum Höhepunkt der vorangegangenen Grippewelle insgesamt hoch“, schrieb das RKI am Donnerstagabend im Covid-19-Wochenbericht.

Gleichzeitig konnte das Einsetzen der gefürchteten Winterwelle Corona diese Daten nicht zuverlässig auslesen. Das RKI schrieb in der vergangenen Woche für sieben Tage bundesweit von einem achtprozentigen Anstieg der Vorfälle im Vergleich zur Vorwoche. Ob es sich hierbei um einen Trend handelt, lässt sich jedoch noch nicht bestätigen. Zuletzt bewegen sich die Preise seit langem auf einem ähnlichen Niveau.

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2 Millionen Arztbesuche wegen Atemwegserkrankungen

Das RKI geht davon aus, dass für die Vorwoche insgesamt von 9,5 Millionen akuten Atemwegserkrankungen in der Bevölkerung ausgegangen wurde – das liegt über dem Niveau des Vorjahres zum Höhepunkt der schweren Kältewelle. Die Zahl der Arztbesuche wegen Atemwegserkrankungen wird auf zwei Millionen geschätzt – wie „meist nur in den Spitzenwochen einer schweren Erkältungswelle“. Neben der Zunahme von Infektionsereignissen können die Kosten auch damit zusammenhängen, dass Menschen bereits mit leichten Symptomen einen Arzt aufgesucht haben.

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Rund 330 stichprobenartig untersuchte Patientenproben aus der Arztpraxis zeigten, dass vor allem Influenza, Respiratory Syncytial Virus (RSV) und „in geringerem Maße“ Corona auftraten. Es ist schwierig, vollständig zu verstehen, was passiert.

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Die Grippewelle in Deutschland beginnt diesmal früh: Laut RKI-Definition in der Woche bis zum 30. Oktober. In den beiden vorangegangenen Wintern gab es aufgrund von Seuchen und Maßnahmen zu deren Bekämpfung meist keine Wellen. Experten befürchten daher, dass Menschen anfälliger sind als die Bevölkerung. Die Höhepunkte der Grippeausbrüche werden in der Regel nach dem Jahreswechsel verzeichnet. Der Verlauf einer Saison gilt als schwer vorhersehbar. (dpa)

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