„Richte mein Leben nach dem Sport aus“

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von: Christian Däncher

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Umrahmt: Sascha Leis (Mitte) nach der Verleihung des Sportabzeichens mit OFC-Ehrenvertreterin Barbara Klein und Hugh
Umrahmt: Sascha Leis (Mitte) nach der Verleihung des Sportabzeichens mit OFC-Ehrenvertreterin Barbara Klein und Sportbezirksobmann Jörg Wagner © p

Sasha Leis, seit 27 Jahren Trainer und Leiter der Abteilung „Shadow Cheer Allstars“ bei Kickers Offenbach, spricht im Interview über eine besondere Wette und Ehrung.

Offenbach – im Oktober das silberne Sportabzeichen der Stadt Offenbach, im November nun das Sportabzeichen des Landes Hessen: Sascha Lees (45), Trainer und Vorsitzender der Cheerleading-Abteilung der Offenbacher Kickers, die er vor 27 Jahren selbst gegründet hat Vor kurzem mehrfach für sein ehrenamtliches Engagement ausgezeichneter Sport-Engagement Im Interview erzählt der Verwaltungsbeamte von der Wette, mit der alles begann, einem überraschenden Sieg beim Debüt und der bevorstehenden Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Florida.

Haben Sie schon einen Platz für das Board gefunden, das eher ein Display ist?

Ja, natürlich. Es hat einen Ehrenplatz in meinem Regal zu Hause in Templesey. Ich schaue es mir jeden Tag an.

Es ist die höchste Sportauszeichnung des Landes Hessen. Wie stolz macht Sie das?

Es hat für mich eine besondere Bedeutung, weil ich dieses Mal als Mensch respektiert wurde, dh meine Arbeit anerkannt wurde. Ich habe es immer geschafft, im Hintergrund zu bleiben, aber ich muss zugeben: Es ist cool, wenn jemand hinter die Kulissen schaut.

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Wissen Sie, wer Sie für den Preis nominiert hat?

Ich kann es mir vorstellen: Barbara Klein (Ehrenbeauftragte des OFC, Anm. d. Red.). Wir haben über sie beim Innenministerium beantragt, Fördergelder für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Florida im April zu beantragen. Sie kennt den Innenminister Peter Beau. Er wollte eine Liste unserer Erfolge. Das muss ihn beeindruckt haben.

Du hast „Shadow Cheer Allstars“ 1995 gegründet – als Teenager. Wie kommt man in diesem Alter auf so eine Idee?

Es war wirklich lustig. Damals wurde im Beaver Berg Stadion Fußball gespielt – von den Frankfurt Knights. Wir haben von der Schule Freikarten bekommen. Unsere Mädchen fanden die Cheerleading-Aufführung interessant. Und ich habe ein bisschen laut gesagt: Das kann ich besser. Ich habe mit einem Freund 100 Mark gewettet. Daran hänge ich jetzt noch. Aber ich habe 100 Mark gewonnen (lacht).

also was ist passiert?

Da wir alle Kickersnasen waren, haben wir beim OFC angefragt, ob wir eine Abteilung werden könnten. Sie sagten, wir sollten es einfach tun. Zufälligerweise wurden wir dann von Basketballspielern eingeladen. Ihre Amerikaner haben uns Kontakte in die USA vermittelt, so haben wir uns erzogen, die ersten Titelkämpfe waren die Landesmeisterschaften in Oberthausen, die haben wir sofort gewonnen, ohne zu wissen wie.

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Wie würden Sie die Entwicklung seitdem beschreiben?

Vom Underdog zur erfolgreichsten Abteilung. In Sachen Freunde sind wir definitiv die Jüngsten zwischen 60 und 65. Wir haben zwei Gruppen von Kindern und die älteren. Eigentlich haben wir immer unser eigenes Ding gemacht und sind nie aufgefallen. Aber mittlerweile werden wir immer mehr wahrgenommen.

Die „Shadow Cheer Allstars“ errangen nicht nur viele nationale, sondern auch internationale Erfolge, darunter Europameister, Europapokalsieger und Weltcupsieger. Welche Ziele verfolgst du noch?

An erster Stelle steht die Weltmeisterschaft im April in Florida. Zur Vorbereitung haben wir dieses Wochenende einen Choreografen aus den USA einfliegen lassen, die sind einfach besser, er fliegt am Montag zurück.

Wie finanziert die Abteilung das?

aus der Tasche Wir führen ein normales Vereinsleben. Sport ist unser Hobby, er soll Spaß machen und möglichst wenig kosten. Deshalb machen wir vieles selbst, zum Beispiel bedrucken wir viele Klamotten selbst.

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Gibt es Zuschüsse?

Von der Stadt, über der der Konkursadler schwebt, bekommen wir nicht viel mit. Da der Verband der Cheerleader und Chardancer Deutschland noch nicht so lange Mitglied im DOSB war, kam lange nicht aus dem Land. Wir hatten nie einen Sponsor. Um die für 40.000 Euro angeschaffte Turnhalle nicht mindestens dreimal pro Woche selbst auf- und abbauen zu müssen, suchen wir derzeit nach einer geeigneten Halle. Er leidet darunter und es kostet uns Trainingsverlust.

Angesichts dieser Strapazen haben Sie nach 27 Jahren nicht einmal an den Ruhestand gedacht?

Niemals. Ja, ich liebe es, ich lebe den Sport und richte mein Leben danach aus. Egal ob Feiertag oder Geburtstag: Ich bin immer im Saal.

Was fasziniert Sie an ihm?

Die Abwechslung und Unterhaltung. Ich mag Dinge, die dich packen. Wenn Sie selbst Leute einbeziehen können, ist das noch besser.

Das Interview führte Christian Doncher

„Shadow Cheer Allstars“ in Aktion: Die Cheerleader des OFC haben viele nationale und internationale Erfolge gefeiert. © Clemens

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