Onkologie: Besser über Krebs sprechen

Heute arbeite ich in der Onkologie und kenne daher auch aus einer anderen Perspektive das weiße Hemd. Jetzt kann ich besser verstehen, was damals passiert ist. Ich möchte meine Erfahrung nutzen, um das Thema Krebs real werden zu lassen. Da das Thema die meisten von uns irgendwann direkt oder indirekt betrifft, ist es natürlich wichtig, es zumindest leicht abzulehnen. In meiner neuen Kolumne erkläre ich die Krankheit, indem ich jede Frage ohne Fachbegriffe verständlich beantworte. Ob krank, Angehörige oder Interessierte, die Kolumne richtet sich an alle, die etwas über Krebs erfahren möchten. Unabhängig von Bildungshintergrund, Muttersprache und Alter.

“Wenn Krebs ausbricht, fühlt man sich machtlos.”Marisa Kurz, Ärztin auf der Krebsstation

Ich hoffe, dass ich Patienten und Angehörigen mit meiner Erklärung etwas zurückgeben kann, was vielen Menschen bei der Diagnose sofort abgenommen wird: Management. Ich weiß noch, wo ich war, als ich von der Krebsdiagnose meiner Mutter erfuhr. Als es mir die Erde unter den Füßen weggerissen hat. Diagnose nach nichts wie vorher. Wenn Krebs ausbricht, fühlt man sich machtlos. Die Krankheit verstehen, sich über die Nebenwirkungen und Begleiterscheinungen einer Behandlung informieren, wissen, wie man vorgeht und was man selbst tun kann: All das kann Patienten und ihren Angehörigen Kontrolle geben und Ängste beseitigen.

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Aber Wissen bedeutet mehr als das. Wissen schafft Autonomie. Nur gut informierte Patienten können eigene Entscheidungen treffen – zum Beispiel, wenn es um die Abwägung von Behandlungsoptionen geht. Soll zum Beispiel eine Behandlung begonnen werden, die sich über mehrere Wochen erstreckt, aber Krankenhausaufenthalte und Nebenwirkungen mit sich bringt? Oder bevorzugen Sie eine reine symptomatische Therapie? Patienten können diese und andere Entscheidungen nur treffen, wenn sie alle Informationen haben und – das ist auch wichtig – sie wirklich verstehen.

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Viele Krebsarten können verhindert werden.

Von einer einfachen und klaren Kommunikation über Krebs profitieren nicht nur Patienten und ihre Familien, sondern auch die Gesellschaft. Denn Krebs wird uns in den kommenden Jahrzehnten immer mehr beschäftigen. Im Alter erkranken immer mehr Menschen an Krebs. Bis 2030 werden es in Deutschland etwa 600.000 pro Jahr sein. Da Wissenschaftler davon ausgehen, dass ein erheblicher Teil der Krebserkrankungen durch eine Änderung des Lebensstils vermieden werden kann, wird die Krebsprävention in Zukunft noch wichtiger. Menschen haben die Möglichkeit, ihr individuelles Krebsrisiko zu senken. Um sie jedoch zu fangen, müssen sie die Auswirkungen einer Verhaltensänderung kennen.

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