Natascha Kampusch: Was passiert mit dem Horror-Haus? | Unterhaltung

Jedes Kind in Österreich kennt die Stadt Strashof an der Nordbahn, 23 Kilometer von Wien entfernt. Natascha Kampusch (34), diese obskure Adresse wird für den Rest ihres Lebens mit den schlimmsten Erinnerungen behaftet sein.

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Seit 1998 wird er acht Jahre lang im Keller eines der knallgelben Häuser gefangen gehalten, als Natascha erst zehn Jahre alt war. Ihr Verfolger, Nachrichtentechniker Wolfgang Briklobiel (†44), schlug das Mädchen schwarz und blau, demütigte es mit Hunger und Kälte und zwang es zum Sex.

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Am 23. August 2006 gelang ihm die Flucht aus dem Schreckenshaus. Seitdem versuche er, “ein normales Leben” zu führen, sagte er der BamS in einem Interview.

Über acht Jahre lang wurde Kambush im Keller dieses Hauses gefangen gehalten

Über acht Jahre lang wurde Kambush im Keller dieses Hauses gefangen gehalten

Bild: Image-Alliance/TBA/ABA/Stamberg

„Natürlich kommt mir das, was ich erlebt habe, oft in den Sinn. Im Kontext meiner Lebensgeschichte läuft nicht immer alles so rund, wie ich es gerne hätte“, sagt er. „Ich bin immer noch in Therapie, das ist Teil meines Lebens.

Was mir angetan wurde, war schmerzhaft und ich werde für immer ein Opfer sein. Aber ich versuche, negativ über die Person zu sein, die mir das angetan hat.”

Ihr gehört das Haus in Straßburg. 2008 kaufte er es, um zu verhindern, dass Einbrecher es abreißen oder Reihenhäuser auf dem Grundstück bauen. “Es steht leer. Ich wollte dort eine Anlaufstelle für Flüchtlinge aufbauen”, sagt Kampusch. “Aber jemanden dort wohnen zu lassen, erscheint mir falsch und seltsam.”

Es gab viele Interessenten. “Geld war für diese Leute kein Thema, sie wollten es unbedingt. Aber ich habe jedes Angebot abgelehnt.” Sie hat Pläne für das Haus.

Nach 10 Jahren Natascha Kampusch BILD zeigt ihren Fluchtweg

Natascha Kampusch sagt, sie sei „insgesamt ein optimistischer, positiver Mensch. Ich starte jeden Tag mit einem Lächeln.“ Heute ist sie geheilt: „Allerdings ist es oft schwierig, die Realität zu ignorieren.“

Sie hat diverse Ausbildungen (ua Schmuckdesignerin) gemacht, sich in der Schule verheddert, ihr Trauma gefilmt und Bücher veröffentlicht. Morgen erscheint ein neues: „Show Strength. Bewältigungsstrategien für ein kraftvolles Leben.“ (Dachbuch Verlag, 176 Seiten, 18 Euro).

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Sie schreibt jetzt, sie sei im Gleichgewicht mit sich selbst. Wie schwach ist diese Position? „Es ist relativ leicht, es von außen zu schütteln. Aber das Tolle am Gleichgewicht ist, dass es kugelförmig und stabil ist. Mein Leben ist wie eine Tasse bitteren Tee mit einem Löffel Honig darin.

Deshalb hält Natasha ihr Leben für lebenswert. „Ich denke, jedes Leben ist lebenswert. Egal, ob Sie fünf Minuten vom Todestrakt entfernt oder krank sind, Sie sollten für Ihr Leben dankbar sein.

Heute kann Natascha Kampusch wieder lächeln

Heute kann Natascha Kampusch wieder lächeln

Foto: Niels Starnick

Sie hat keinen Partner. „Ich glaube, es ist nicht so einfach, mein Herz zu gewinnen. Ich sehe das sehr pragmatisch.“ Auch ihr Kinderwunsch habe ein Ende gefunden: „Natürlich hatte ich mal die Idee, eine Familie zu gründen und beruflich viel zu erreichen. Beides steht ganz oben auf meiner Liste.

Als Kind träumte er davon, “vier bis sieben Kinder” zu haben. „Jetzt bin ich alt. Ich wollte eine berühmte Schauspielerin werden und Filme machen. Jetzt will ich die Welt entdecken und reisen und möglichst viele kleine Siege feiern.

Sind Sie glücklich, Frau Kambush? „Ja. Heute, an diesem Tag, bin ich schon sehr glücklich.

Dieser Artikel stammt von BILD am SONNTAG. Ein ePaper der vollständigen Ausgabe ist verfügbar Hier.

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