Hansi Flick: Diese Länderspiele haben mich besonders geprägt – FUSSBALL

In Katar erlebte Hennessy Flick (57) seine erste WM als Cheftrainer der Nationalmannschaft. Im SPORT BILD WM-Special spricht er über die Länderspiele, die sein Leben am meisten geprägt haben.

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SPORT BILD: Der 7:1-Sieg gegen Brasilien im Halbfinale der WM 2014 – ist Ihnen als Trainer etwas anderes aufgefallen als uns anderen? Jeder wird sofort sagen, dass dies die beste erste Halbzeit ist, an die sich die deutsche Nationalmannschaft erinnern kann.

Hansie Flick: Wir haben alles, was wir uns vorgenommen hatten, zu 100 Prozent umgesetzt. Wir haben unsere Gegner unter Druck gesetzt und viel Ballbesitz gewonnen. Andererseits haben wir es verstanden, den Ball aus den Beinen zu bekommen, wenn wir im Mittelfeld unter Druck gesetzt wurden. Es war entscheidend. Gegen Brasilien konnte man es sich nicht leisten, den Ball in Problemzonen zu verlieren, also war es fast unmöglich, sie zu stoppen. Es war insgesamt ein überragendes Spiel, und wir haben immer im richtigen Moment die Tore gemacht.

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Hast du dich jemals gekniffen und gedacht: Ist das, was passiert, echt?

Beim vierten oder fünften Tor – ich habe die Dinge immer gerade geschrieben, wie sie gekommen sind, die Pässe – da habe ich gedacht: Gibt es hier ein Wiederholungsspiel? (Lacht). Es war extrem. Die Art und Weise, wie die Tore geschossen wurden, war einfach großartig.

Wie oft kommt man als Trainer in den Genuss eines Spiels? kannst du das überhaupt

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Als Cheftrainer der Bayern habe ich auch den 8:2-Sieg gegen Barca in der Champions League miterlebt. habe Spaß? Ja, aber nicht ohne Einschränkungen. Du bist immer in einer Situation, in der du immer sicher sein willst, alles richtig zu machen. Sie haben immer Konstellationen im Kopf, die Sie berücksichtigen müssen. Im Fußball kann so viel passieren, wir haben es selbst gesehen. Ähnlich verlief das 4:4 gegen Schweden in Berlin. Die erste Hälfte ist großartig, großartig, nah an der Perfektion. Zur Pause standen wir 3:0. Dann gehst du raus, machst 4:0 und hast das Gefühl: Jetzt sind alle fertig. Dann geht die Sache 4:4 aus. Diese Erfahrung war auch einer der Gründe, warum Jogi den Spielern in der Pause in Brasilien sagte: Aussteigen, weitermachen. Aus dieser Sicht war das Spiel gegen Schweden wichtig, weil Sie damals gesagt haben: Das darf nicht wieder vorkommen. Wir haben in Brasilien gegen Brasilien gespielt. Uns war klar: Wenn wir sie zulassen, kann es in kurzer Zeit wieder gefährlich werden.

Macht es Sinn, dass man bittere Niederlagen einstecken muss, um große Siege zu feiern?

Ich weiß nicht, ob es notwendig ist. Aber im besten Fall machen Niederlagen oder Misserfolge zukünftige Erfolge wahrscheinlicher. Wenn Sie daraus lernen und die Fehler, die Sie gemacht haben, nicht wiederholen.

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