Großer Zustrom: Zum Teil Neukundenstopp bei Stadtwerken wegen Energiekrise

Geschäft großer Ansturm

Einige Neukunden wurden aufgrund der Energiekrise vom öffentlichen Dienst abgeschnitten

Kommt die Strom- und Gashilfe früher?

Wirtschaftsminister Habak hat einen Rabatt für Stromabonnenten ab Januar angekündigt. Und die Spritpreisbremse soll früher kommen. Leonie von Rando von WELT erklärt, was noch fehlt.

Aufgrund der Energiekrise stoßen viele kommunale Dienstleistungen an ihre Kapazitätsgrenzen. Auch Kommunal- und Energieverbände verwiesen auf den Kundenzuzug, der dazu führte, dass säumige Versorger mehr Energie als geplant liefern mussten – trotz des extremen Preisniveaus.

dDer Zustrom von Kunden, die in der Energiekrise ihren Gasanbieter wechseln müssen oder wollen, stellt die Versorger in Deutschland vor Probleme. Ein Sprecher des Verbandes Kommunalbetriebe (VKU) sagte, mehrere Stadtwerke könnten keine Neukunden mehr annehmen oder Verträge mit Kunden auslaufen lassen, die nicht in ihrem Versorgungsgebiet wohnen. Dies gilt für die Gasversorgung außerhalb der Hauptquelle.“

In der Grundversorgung hingegen sind Beschränkungen für Bestandskunden und Ablehnung von Neukunden rechtlich nicht möglich. Ein Großversorger ist nach dem Energiewirtschaftsgesetz das Energieunternehmen, das die meisten Haushaltskunden in einem Gebiet mit Strom oder Gas beliefert. In vielen Fällen ist dies der städtische Betreiber oder der lokale Netzbetreiber.

In einem gemeinsamen Aufruf haben Kommunal- und Energieverbände in der vergangenen Woche auf die Probleme der Versorger aufgrund der Energiekrise aufmerksam gemacht und die Unterstützung der Regierung für diese Unternehmen gefordert. Sie verwiesen auch auf einen Kundenzuzug, sodass die Grundversorger mehr Energie liefern müssten als geplant – trotz des extremen Preisniveaus.

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Doch nicht nur die Beschaffungspreise seien stark gestiegen, sondern auch die Kosten für die Zwischenfinanzierung – der Betrag, mit dem Energieversorger die Zeit vom Kauf bis zum Weiterverkauf an ihre Kunden abdecken müssen, erklärte der VKU-Sprecher. Beides erhöht den Liquiditätsbedarf der Kommune. Dies wirkt sich wiederum auf die Fähigkeit aus, den Kundenbedarf an Strom und Gas zu decken.“

Die Strompreisbremse will Habak „bis spätestens Januar“ abschaffen.

Bundeswirtschaftsminister Robert Haback (Grüne) will die Subventionen für Stromverbraucher früher als bisher erwartet starten. Dem “Handelsblatt” sagte der Grünen-Politiker am Montag: “Die Strompreissenkung sollte auf jeden Fall spätestens ab Januar beginnen.” Die Bundesregierung weist derweil Kritik an einer erst seit März geplanten Gaspreissperre zurück. Ihnen zufolge gibt es im Januar und Februar keine Entlastungslücke.

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Die Bundesregierung will eine Strompreisbremse ähnlich wie eine Gaspreisbremse anwenden. Beim Gas soll aufgrund technischer Umsetzungsprobleme erst im März mit der Arbeit begonnen werden. Habak betonte nun, die Regierung wolle, dass der Strom früher als im Januar beginne. Er sagte im „Handelsblatt“: „Unser Ziel ist das.

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Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU), der die Stadtwerke vertritt, warnte die Regierung davor, auf komplexe Entlastungsmodelle zu setzen. Wenn die Strompreisbremse im Januar greift, „geht das nur mit einfachen Lösungen, etwa dem Verzicht auf den Dezemberrabatt“, erklärte Vorstandsvorsitzender Ingebert Liebing.

Die Regierung kritisierte zwar den späten Start der Gaspreisbremse, verwies aber auf eine bereits für Dezember geplante Einmalzahlung. Stephen Hebstreit, Regierungssprecher in Berlin, sagte, es sei so konzipiert, dass es „auch die Monate Januar und Februar abdeckt“, wenn Hilfe benötigt wird. Die Übernahme von Vorauszahlungen in Azar für Haushalte und Privatunternehmen sei nun „Teil dieser Bremse“.

Am Freitag forderten die Ministerpräsidenten der Länder eine Gaspreisbremse ab dem 1. Januar. Die Energiewirtschaft tat dies als unmöglich ab. Marie-Louise Wolff, Präsidentin des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), sagte, ein Start vor März sei nicht möglich. „Die notwendige Transformation der IT-Prozesse ist so komplex, dass das breite Spektrum der Energieversorger sie in kurzer Zeit nicht bewältigen kann.“

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