Bahn – Gelsenkirchen – Krankheitsausfälle: Bahn schränkt NRW-Regionalverkehr ein – Wirtschaft

Gelsenkirchen (dpa/lnw) – Wegen Bauarbeiten an den Gleisen zwischen Dortmund und Bochum müssen Bahnreisende im Ruhrgebiet in der kommenden Woche zahlreiche Ausfälle und Umleitungen hinnehmen. Nun haben die Deutsche Bahn und der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) weitere Einschränkungen im Nahverkehr ab kommenden Montag bis Weihnachten angekündigt. Grund für den Ausfall von S-Bahn und Regionalzügen seien “viele Krankenstände” bei Mitarbeitern der Bahn.

VRR ist nicht konform. Die Bahn habe in den vergangenen Tagen “kein verlässliches und geplantes Angebot für die Fahrgäste machen können”. Die Folge war, dass Züge sehr kurzfristig ausfielen. Mit DB Regio wurde nun vereinbart, das Angebot auf einigen Strecken einzuschränken, um einen sicheren Betrieb auf anderen Linien zu gewährleisten.

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Betroffen sind nach Angaben des VRR ab kommenden Montag bis Weihnachten die Linien S3 mit einem Teilausfall zwischen Oberhausen und Essen, die S68, die komplett gestrichen wird, sowie Regionalzüge auf den Linien RB32 und RB40, bei denen einzelne Verbindungen gestrichen werden. Passagiere konnten manchmal auf parallele Zuglinien umsteigen. Der VRR forderte die DB auf, alternativlos ausgefallene Fahrten durch einen adäquaten Schienenersatzverkehr zu gewährleisten.

Die Deutsche Bahn bedauerte am Donnerstag in einer Stellungnahme die aktuellen Einschränkungen. Es wird alles getan, damit die Auswirkungen auf die Kunden so gering wie möglich sind“ und versucht, kurzfristig Ersatz für erkrankte Mitarbeiter zu finden. „Wenn der Krankenstand über einen längeren Zeitraum so hoch ist, wie derzeit zu beobachten ist, hilft ein vorübergehend leicht reduziertes Angebot, das wir dann stabil und zuverlässig für unsere Nutzer verwalten können“, heißt es. Dirk Pohlmann, Sprecher der DB NRW, wies darauf hin, dass in den vergangenen Jahren „mehr neue Mitarbeiter eingestellt wurden als je zuvor“. Auch während der Pandemie habe sie „weiter massiv rekrutiert“, um Personal „robuster zu machen“. Bis 2019 hat die Deutsche Bahn bundesweit rund 20.000 Arbeitsplätze geschaffen.

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Erst Anfang September wurde laut VRR ein Maßnahmenpaket mit DB Regio zur Restabilisierung des Nahverkehrs vereinbart. Doch das Chaos scheint größer denn je. In den vergangenen Wochen wurden regelmäßig die Entwicklungen auf der Schiene im Nahverkehr analysiert und laufende Gespräche mit DB Regio geführt. Während sich die Versorgung auf einigen Linien stabilisiert habe, habe sich die Situation bei der S-Bahn im Rhein-Ruhr-Gebiet noch einmal deutlich verschlechtert, klagte der VRR.

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Wörtlich heißt es dort: „Gleichzeitig hat der VRR gegenüber der Führungsebene von DB Regio erneut seine Erwartung deutlich gemacht, im Interesse der Fahrgäste alles daranzusetzen, Zugausfälle in dieser Größenordnung künftig zu vermeiden.“

© dpa-infocom, dpa:221117-99-559032/3

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