American Football: Deutschlands NFL-Vision: Mehr Fans, Spiele und Local Heroes – Überregional

NFL mit klaren Deutschland-Plänen

Das Spiel in München soll nur der Anfang einer ganz großen deutschen NFL-Vision sein. Nun steht fest, dass sich die bayerische Landeshauptstadt in den nächsten drei Jahren drei weitere Hauptrundenspiele mit Frankfurt teilen wird. „Aber natürlich wollen wir hier in Zukunft mehr Spiele spielen. Unser oberstes Ziel ist es, die Fangemeinde zu vergrößern. Wir wollen mehr Fans für den Sport gewinnen und mehr Menschen für den Sport gewinnen“, sagte Steinforth.

Wie kann das gelingen? Unter anderem durch mehr „homegrown heroes“ in der NFL. „Je mehr deutsche Helden es gibt, desto mehr können Fans eine emotionale Bindung aufbauen“, sagte Steinforth, „es gibt eine NFL-Akademie in London. Da sollten mehr deutsche Spieler hingehen und das International Player Pathway Program (IPPP).“ Mit dem IPPP will die NFL ausländischen Spielern den Sprung in die Liga erleichtern – Stuttgarts Jakob Johnson hat den nächsten Karrieresprung geschafft.

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Zudem investiere die deutsche NFL derzeit „viel Zeit und Geld“ in eine kontaktärmere Variante des American Football: Flag Football. „Für uns ist es ein Einstieg in einen Sport, der sich vor allem an die Jugend richtet“, sagte Steinforth.

“NFL-Franchise” in Europa?

Johnson, ein NFL-Profi, spricht über aktuelle Entwicklungen in seinem Land. Für den 27-Jährigen von den Las Vegas Raiders ist das Spiel in München ein Sieg für die deutsche Fußballgemeinde. „Das ist ein Zeichen dafür, dass die NFL die deutschen Fußballfans ernst nimmt“, sagte der Quarterback. Gasim Edebali glaubt, dass der Sport in München auf ein neues Level gehoben wird. „Das wird den Fußball-Hype in Deutschland über Generationen steigern“, sagte der Ex-Profi.

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Manche NFL-Romantiker träumen sogar von einer ganzen Division, die nur aus europäischen Teams besteht. Roger Goodell, der Chef der Liga, hat zuletzt selbst immer wieder Gerüchte in die Welt gesetzt. „Wir versuchen zu sehen, ob es mehrere Orte in Europa gibt, die ein NFL-Franchise haben könnten“, sagte Goodell im Oktober und fügte hinzu: „Ich glaube nicht, dass es Zweifel gibt, dass London nur ein Franchise unterstützen wird.“

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Die Herausforderung der europäischen Division werden die vielen langen Auslandsreisen für Spieler und Mannschaften sein. Die Frage bezieht sich wahrscheinlich eher auf Logistik als auf Wettbewerb. Steinforth sagte, es gebe derzeit keine konkreten Überlegungen. “Aber in den USA sieht man sehr deutlich, was in Deutschland passiert ist.” Und eines ist sicher: Es tut sich einiges.

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